Eines der Hauptmerkmale ist die Nutzung der vorhandenen Energie, d.h. Wärmeverluste minimieren und dabei Wärmegewinne optimieren sind die Grundprinzipien. Zum Erreichen des Passivhaus-Baustandards reicht eine Zusammenstellung von Passivhaus-geeigneten Komponenten allerdings nicht aus - das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Komponenten machen eine integrale Planung notwendig um schlussendlich folgende drei Anforderungen zu erfüllen:
Drucktestluftwechsel n50 < 0,6 h-1, d.h. bei einer Druckdifferenz von 50 Pascal muss der Luftstrom weniger als 60 % des Volumens des Gebäudes pro Stunde betragen.
Erhöhung der Behaglichkeit Durch die starke Dämmung bleibt die Wärme im Haus, alle Umgebungsflächen sind gleichmäßig warm. Somit gibt es bei einem Passivhaus keine Strahlungsasymmetrien (Abstrahlungen) von den Außenwänden, und auch daraus resultierende Zugerscheinungen treten nicht auf. Im Umkehrschluss bleibt die Hitze im Sommer draußen, wodurch eine Überhitzung verhindert wird. Somit herrscht im Passivhaus das ganze Jahr über ein gleich bleibend angenehmes Raumklima - dies schafft für die Bewohner einen hohen Grad an Behaglichkeit und Komfort. Zudem nutzen Passivhäuser hocheffiziente Lüftungsanlagen, wodurch Schimmelbildung, Staub und daraus resultierenden Allergien vorgebeugt wird.
Weniger ist mehr
Die Anforderungen an ein Passivhaus und die Auswirkungen auf den Heizwärme-Bedarf und CO2-Emisssionen finden Sie hier grafisch dargestellt.
Kostenersparnis & Umweltschutz Durch den um bis zu 90% verminderten Energiebedarf eines Passivhauses können die Heizkosten und somit der CO2-Ausstoß enorm minimiert werden – im Vergleich zu einem Haus in konventioneller Bauweise werden durchschnittlich 4.000 kg des treibhausrelevanten Kohlendioxids jährlich vermieden. Das entspricht in etwa einer Fahrleistung von 27.000 km mit einem 6-Liter-Auto. Zur weiteren Veranschaulichung: In Passivhäusern ist eine Heizlast von 10 W/m² alltäglich, bei einer Raumgröße von 30 m² ergibt sich also ein Heizwärmebedarf von 300 Watt – das entspricht in etwa der Heizwärme von 10 Teelichtern. Sie heizen also 30 m² Wohnfläche mit lediglich 10 Teelichtern – in Altbauten hingegen wären für die gleiche Fläche knapp 100 Teelichter nötig.
Das Bauen von energieeffizienten Passivhäusern leistet also nachhaltig einen Beitrag zum Klimaschutz und schont gleichzeitig die Ressourcen von begrenzten Energieträgern wie Erdöl oder Gas.
Weniger ist mehr
Die Anforderungen an ein Passivhaus und die Auswirkungen auf den Heizwärme-Bedarf und CO2-Emisssionen finden Sie hier grafisch dargestellt.